Eine Pflegeren der Bremer Heimstiftung und eine Bewohnerin.

Internationales Marte Meo Kompetenzzentrum Bremer Heimstiftung

Bereit seit 2012 gehört die Marte Meo-Methode in unserem Unternehmen zum Alltag. Wir freuen uns daher sehr, dass die Gründerin von Marte Meo, Maria Aarts, die Bremer Heimstiftung im Jahre 2022 zum internationalen Marte Meo Kompetenzzentrum ernannt hat.

Marte Meo – Die ressourcenorientierte Methode zur Entwicklungsunterstützung

Der Name „Marte Meo“ ist aus dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet sinngemäß etwas „aus eigener Kraft“ erreichen. Dies ist auch der Grundgedanke der Methode. Anhand von kurzen Film-Sequenzen in Alltagssituationen werden vorhandene Ressourcen von allen Beteiligten in Interaktionen detailliert aufgezeigt. So können bestehende Fähigkeiten bewusster genutzt, gestärkt und erhalten werden.

Kontakt

Portait von Sabine Grupe

Sabine Grupe

Marte Meo Licensed Supervisor

Pawel-Adamowicz-Straße 50
28327 Bremen

Häufig gestellte Fragen zu Marte Meo

Marte Meo ist eine ressourcenorientierte Methode zur Entwicklungsunterstützung.
Die Grundlage der Methode ist das genaue Beobachten und Analysieren von Interaktionsmomenten im Alltag. Es werden kurze Videoaufnahmen in Alltagssituationen erstellt. Diese werden im Anschluss analysiert, um möglichst genau herauszufinden, was der Mensch mit Demenz benötigt, damit er in seiner Eigenkompetenz unterstützt und in seinem Wohlbefinden gefördert wird. Fähigkeiten werden erkannt, aktiviert und weiterentwickelt.

Maria Aarts ist die Gründerin und Direktorin von Marte Meo International, Eindhoven, Niederlande. Sie ent­wickelte die Marte Meo Methode in den frühen 80er Jahren in ihrer Arbeit mit autistischen Kindern. Die Methode wird von ihr seitdem kontinuierlich ausgebaut.
Maria Aarts erkannte die Notwendigkeit, Eltern von Kindern mit besonderen Bedürfnissen eine Methode an die Hand zu geben, die im persönlichen Alltag leicht anwendbar ist. Ihre Idee war, Eltern ähnliche Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln, die sich auch Fachkräfte angeeignet haben, um Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern.
Die Methode mit ihrem Ursprung in der Erziehungsberatung wird zunehmend auch in der Arbeit mit Senioren erfolgreich angewendet, hier insbesondere im Kontakt mit Menschen mit Demenz.

Marte Meo wird international in mehr als 50 Ländern in sozialen, medizinischen, pädagogischen und therapeutischen Berufen erfolgreich angewendet.

Beispiele:

  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Altenhilfe/-pflege
  • Schulen
  • Ergo- und Physiotherapie
  • Ärzte/Kliniken
  • Palliativmedizin/Hospizdienste
  • Personalentwicklung

 

Marte Meo kann überall, wo Interaktion stattfindet, eingesetzt werden und ist von jedem erlernbar.

Die Teilnehmenden der Schulungen erhalten mittels ausgewählter Video-Clips aus dem Alltag ganz konkrete Informationen darüber, wie sie gelingende und förderliche Beziehungen mit Menschen mit Demenz gestalten können.

Marte Meo als ressourcenorientierte Methode zeigt auf, wie es gelingt Menschen mit Einschränkungen im Alltag Orientierung, Sicherheit und Wertschätzung zu vermitteln.

Die Methode gibt konkrete und praktische Informationen und Handlungssicherheit, um als herausfordernd erlebte Situationen zu bewältigen –  Schwierigkeiten sind Chancen zum Wachstum.

Sich selbst als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter kompetent zu erleben ist eine wichtige Voraussetzung für positive Arbeitsmotivation, Durchhaltevermögen und Zuversicht! Das Erkennen und Betrachten eigener, häufig unbewusster Kompetenzen, stärkt die Selbstwirksamkeit, das Selbstwertgefühl, die Zufriedenheit und das soziale Miteinander. Marte Meo kann als Burnout-Prophylaxe gesehen werden.

Mit seiner wertschätzenden und entwicklungsorientierten Grundhaltung gilt die Marte Meo Methode als innovatives Arbeitskonzept im psychosozialen, pädagogischen, pflegerischen und medizinischen Bereich. Positive Veränderungen werden nicht nur durch Worte, sondern besonders durch Bilder angeregt.

Dies eröffnet die Sicht auf ganz konkrete Handlungsmöglichkeiten, macht Mut für Entwicklung und führt die Menschen wieder „in die eigene Kraft“.

Die Grundlage der Methode ist das genaue Beobachten und Analysieren von Interaktionsmomenten. Alltagssituationen werden gefilmt. So werden beispielsweise Filme während einer Essenssituationen, bei Betreuungsangeboten oder bei der Mobilisation gedreht.

Bei der Analyse werden gute Momente hervorgehoben. Mittels Video ist es möglich kleinste Interaktionsmomente sichtbar zu machen. Die Marte Meo-Trainerin analysiert den Film und erklärt warum eine Situation gelingt. Hierzu wird das Marte Meo 3W-Beratungsmodell verwendet.

Wann? – in welchem Interaktions-Moment?
Was? – kann ich genau tun?
Wozu? – ist es wichtig? Was wird unterstützt?

Jeder Mensch hat ein Recht am eigenen Bild. Wir erbitten daher vor Beginn der Filmaufnahmen eine schriftliche Einverständniserklärung der zu filmenden Personen. Diese kann jederzeit widerrufen werden. Für die Nutzung der Videofilme gibt es zwei Stufen.
In der ersten Stufe erklärt sich die zu filmende Person bereit, dass überhaupt Videoaufnahmen von ihr bzw. ihrem Betreuten / Vollmachtgebenden gemacht werden dürfen. Die Filme werden anschließend gemeinsam mit ausgebildeten Marte Meo Trainerinnen oder Trainern angesehen und besprochen. Nach Abschluss der Beratung werden die Aufnahmen gelöscht. Signalisiert eine Person, dass sie nicht gefilmt werden möchte, entstehen auch keine Aufnahmen.

In der zweiten Stufe bitten wir um die Einwilligung zur Freigabe von Filmen als Lehrfilme oder für Fachtage und Kongresse. Das Einverständnis wird jeweils nur für den entsprechenden Clip gegeben.

Marte Meo kann überall dort, wo mit Menschen gearbeitet wird, eingesetzt werden und ist von jedem erlernbar.