Werkstatt Alter. Gesundheitskompetenz stärken

Die Gesundheitskompetenz ergibt sich aus einem Zusammenspiel verschiedener Fähigkeiten. Es geht darum überhaupt Informationen zum Thema Gesundheit finden zu können. Dann geht es darum, die gefundenen Informationen zu verstehen und hinterfragen zu können, sich zu überlegen ob sie wahr oder falsch sind etc. Im Anschluss geht es darum, die gefundenen Informationen auf die eigene Lebenssituation zu beziehen und zur Verbesserung der eigenen Gesundheit zu nutzen.

Wie stärke ich Gesundheitskompetenz?

Das fällt nicht allen Menschen leicht. Ist ein Mensch in diesen Dingen ziemlich gut, hat dieser eine relativ hohe Gesundheitskompetenz. Fallen diesem einige dieser Schritte schwer, könnte dieser einige der benötigten Fähigkeiten verbessern und so seine Gesundheitskompetenz stärken.

Was fange ich mit Gesundheitskompetenz an?

Warum es eine gute Idee ist, die eigene Gesundheitskompetenz zu stärken, liegt auf der Hand. Wenn ich Informationen für meine Gesundheit nutzen kann, lebe ich gesünder, aktiver und es geht mir besser. Ich weiß beispielsweise wie ich mich gesund ernähren kann, welche Bewegungsangebote mir guttun und bin in der Lage schneller Unterstützung zu suchen, wenn es mir mal nicht so gut geht.

Wie das geht?

Unter anderem mit der Unterstützung des Projektes Werkstatt Alter!
Wir, die Werkstatt Alter, möchten alle Menschen über 65 Jahren in den Stadtteilen Osterholz, Hemelingen und Walle in den nächsten drei Jahren tatkräftig darin unterstützen.

Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der drei Stadtteile wollen wir

  • gute Angebote zu gesunder Ernährung, Bewegung und zur Stärkung der seelischen Gesundheit finden und bekannter machen.
  • Gleichzeitig möchten wir Lücken im Angebot aufdecken und gemeinsam mit den Ideen der Menschen aus dem Stadtteil schließen, sodass für alle etwas dabei ist, dass zum Mitmachen motiviert.
  • Bestehende Netzwerke, die sich mit Gesundheit befassen, stärken.
  • Menschen in den Stadtteilen gewinnen, die Lust haben das Thema Gesundheitsprävention in ihr Quartier zu tragen.

Wer ist die Werkstatt Alter?

Die Werkstatt setzt sich aus Institutionen aus Praxis und Wissenschaft zusammen. Neben der Bremer Heimstiftung wird das Projekt durch die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen, der Bremer Volkshochschule, dem Institut für Public Health und Pflegeforschung - IPP sowie dem Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS GmbH, unterstützt.

Gefördert wird das Projekt durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit (www.gkv-buendnis.de).

Aktive Mitarbeit ist gewünscht und gefragt!

Sie wohnen in Osterholz, Hemelingen oder Walle? Sie möchten sich am Projekt beteiligen und haben Ideen für Ihren Stadtteil oder Interesse sich aktiv für Ihre und die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner einzubringen? Dann nehmen Sie gerne per E-Mail oder telefonisch Kontakt mit uns auf, wir freuen uns auf Sie!

Ansprechpartnerin für das Projekt

Bremer Heimstiftung
Sharlina Spiering
Projektleiterin Werkstatt Alter
Ludwig-Roselius-Allee 181
28327 Bremen

Mobil: 0160 907 696 26
sharlina.spiering@bremer-heimstitung.de

Mehr Informationen zu Werkstatt Alter. Gesundheitskompetenz stärken

Gesundheitskompetenz, was ist das eigentlich?

Der Begriff Gesundheitskompetenz steht für „auf Gesundheit bezogene Literalität“. Er umfasst im Kern vier Fähigkeitsbereiche und geht über die ursprüngliche Definition, einer grundlegenden Schreib-, Lese- und Rechenfähigkeit, weit hinaus. Zum einen ist das die Fähigkeit gesundheitsrelevanteInformationenfinden zu können. Eine weitere Fähigkeit die hierdurch beschrieben wird ist das Verstehen der gefundenen, für die Gesundheit relevanten Informationen. In einem nächsten Schritt geht es darum, die verstandenen Informationen auch kritisch beurteilen zu können. In einem letzten Schritt geht es darum die gefundenen, verstandenen und kritisch beurteilten Informationen auf die eigene Lebenssituation beziehen und für die Förderung und den Erhalt von Gesundheit nutzen zu können.

Hintergrund

Der Anteil älterer Männer und Frauen, die ökonomisch, sozial und in der Folge auch gesundheitlich benachteiligt sind ist beträchtlich und wird zukünftig weiter ansteigen. Die Teilhabe und Verwirklichungschancen dieser älteren Menschen sind dadurch erheblich eingeschränkt. Mit der „Werkstatt Alter“ möchten wir an dieser Problemlage ansetzen und die individuelle Gesundheitskompetenz von Menschen über 65 Jahren stärken.

Niedrigschwelligkeit

Die Gesundheitskompetenz soll durch ein vielfältiges und niedrigschwelliges Angebot in Form von gesundheitsförderlichen Angeboten im direkten Wohnumfeld gestärkt werden.

Diese gesundheitsförderlichen Angebote zur Ressourcenstärkung, umfassen insbesondere Angebote in den Bereichen Bewegung, Ernährung sowie Resilienz, um so die Fähigkeiten zur Lebens- und Alltagsgestaltung bewusst auszuschöpfen sowie Möglichkeiten der Mitgestaltung erkennen zu können.

Gefördert wird das Projekt durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit (www.gkv-buendnis.de).

Zielsetzung

Die „Werkstatt Alter“ stärkt die individuelle Gesundheitskompetenz ebenso wie das gesundheitskompetente Quartier und verdeutlichen dies in vier Zielen. Von sozialbedingter Ungleichheit betroffene ältere Menschen (z.B. infolge von Sprachbarrieren oder kulturellen Barrieren durch Migrationshintergrund) werden frühzeitig an praktischen Erkenntnissen und Informationen beteiligt, um sie beim Aufbau und dem Erhalt der persönlichen Gesundheitskompetenz für ein aktives, selbständiges und unabhängiges Leben im Alter zu stärken. Die gesundheitsförderlichen Maßnahmen werden in den nächsten drei Jahren in den Modellstadtteilen Walle, Hemelingen und Osterholz durchgeführt.

Ziel 1: Die Transparenz und Bekanntheit von bereits bestehenden gesundheitsbezogenen Angeboten in den drei Stadteilen erhöhen 

Ziel 2: Bestehende Angebote zur Stärkung der Gesundheitskompetenz in den Bereichen Ernährung, Bewegung und seelischer Gesundheit ergänzen

Ziel 3: Die Vernetzung der gesundheitsfördernden Akteure stärken und ausbauen (Gesundheitstreffpunkt, Netzwerk Alte Vielfalt etc.).

Ziel 4: Zur Förderung der Gesundheitskompetenz der Menschen im Quartier, Multiplikator*innen in Workshops für das Thema Gesundheitsförderung sensibilisieren

Projektpartner

Für das Projekt Werkstatt Alter haben sich verschiedene Projektpartner

  • Bremer Heimstiftung
  • Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen
  • Bremer Volkshochschule
  • Institut für Public Health und Pflegeforschung
  • Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS GmbH
  • die gesetzlichen Krankenkassen

zusammengefunden, um die Gesundheitskompetenz in den ausgewählten Quartieren zu stärken. Die Partner decken das Spektrum von der praktischen Altenhilfe im Quartier bis zur wissenschaftlichen Expertise ab und bilden die Steuerungsgruppe, die das Projekt begleitet.

Zusätzliche Themenfelder, denen wir uns in den nächsten drei Jahren widmen möchten, die außerhalb Förderung durch das GKV-Bündnis für Gesundheit liegen:

  • Angebote zu Digitalthemen, Wohnprojekte, Projekte zur Wohnumfeldgestaltung, Mobilitätserhalt, Medienkompetenz, Vorsorgen und Verfügen, Selbstbestimmung und Vollmachten
  • Angebote zu Engagement-Möglichkeiten bei lokalen Initiativen, Einbindung in meinen Stadtteil, Qualifizierungen für soziale Kompetenzen

Beteiligung der Menschen im Stadtteil

Die im Projekt geplanten Angebote zum Thema Gesundheitskompetenz sollen den Menschen über 65 Jahren zu Gute kommen. Für die Erreichbarkeit der Zielgruppe sind dabei Geschlechterrollen ebenso wie Generationenzugehörigkeit und kulturelle Herkunft zu berücksichtigen. Mit einem besonderen Augenmerk auf partizipativer Angebotsentwicklung soll die Bedarfsgerechtigkeit der Angebote gewährleistet werden. Durch die Wahl niedrigschwelliger Angebote sollen insbesondere die sozial bedingten Ungleichheiten beim Zugang abgebaut werden (Bsp. Verwendung allgemeiner, leicht verständlicher Sprache). Dazu möchten wir verschiedene Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention durchführen. Einige mögliche Bespiele sind die Folgenden:

  • Zielgruppenspezifische Angebote zu Bewegung, Tanz, Entspannung u.a.
  • Angebote zu Ernährung, richtige Ernährungsweisen zu Vermeidung von Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes
  • Angebote zur Resilienzförderung und zur psychischen Entspannung

 

Aktionen

Immer dienstags – Osterholz/Ellener Hof

Erzählspaziergänge
Anmeldungen und weitere Infos bei Sharlina Spiering; Tel. 0160 907 696 26

9:00–10:00 Uhr

16. Dezember 2021 – Hemelingen

deutsch/türkisch/bulgarisch – Familien im Gespräch
Gesunde Ernährung für Jung und Alt
Vortrag und offene Gesprächsrunde + Snackrezepte zum Mitnehmen

15:30–17:00 Uhr

Familienzentrum Mobile
Hinter den Ellern 1a
28309 Bremen

16. Dezember 2021 – Utbremen

Kostenlose Theatervorstellung für Senior:innen
„Von Oben“ – Das Familienstück zur Winterzeit
Außerdem: Vorstellung eines geplanten Tanzkurses für Senior:innen für Anfang 2022 

15:00 Uhr

Im Anschluss: gemütliches Zusammensitzen bei Kaffee und Waffeln

Theater im Volkshaus
Hans-Böckler-Straße 9
28217 Bremen